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Charakter
St. Diana

Rasse
Mensch

Klasse
Acolytin

Welt
Midgard

Beschreibung
An sich weiß sie nicht, wo sie herkommt, aber sie ahnt, dass sie eine Aufgabe zu erfüllen hat. Merkwürdigerweise hat sie manchmal das Gefühl schon mal hier gewesen zu sein. Und sie ertappt sich bei Gedanken, die sie eigentlich gar nicht wissen kann.



Ihre Geschichte:
Meine erste Erinnerung...

Ich wachte auf, mir war kalt und es war dunkel.
Noch ganz benebelt erkannte ich, dass ich in einem Wald lag. Eisiger Regen schnitt mir ins Gesicht. Mühsam kämpfte ich mich hoch und sah mich nach einem geeigneteren Schutz als der jungen Birke um, neben der ich gelegen war.
Dort drüben!
Eine Eiche!
Der große, anscheinend uralte Baum würde mir Schutz bieten. Langsam kroch ich hinüber.
Hier, an der windabgewandten Seite des knorrigen Stammes versuchte ich zitternd zu Kräften zu kommen.
"Was war geschehen?"
Ich versuchte mich zu erinnern. Doch meine Anstrengungen brachten nur rote Blitze hinter meinen Augen hervor. Mir war, als wäre mein Kopf eine große, dröhnende Glocke. Dort, wo Erinnerungen sein sollten war alles leer.
Der schneidende Wind biss mich durch die durchnässte Kleidung in die Haut. Wenigstens der Regen konnte mich kaum mehr erreichen - die Eiche breitete ihr mächtiges Blätterdach hoch über mir aus.

Langsam wurde das Dröhnen hinter meiner Stirn erträglicher - und machte einer grausigen Erkenntnis Platz, neben deren Kälte das Unwetter wie ein warmer Sommerregen schien: Wenn nicht ein Wunder geschieht sterbe ich hier! Mein Körper hatte seine Wärme schon fast verloren.
Verzweifelt flehte ich: "Wo immer ich bin, und welche Mächte hier auch herrschen, bitte helft mir! Verschont mein Leben! Und zeigt mir einen Weg, wie ich euch dienen kann!"
Doch meine Glieder waren schon taub, die Kraft aus meinem Körper gewichen und mir schwand der Sinn...

Die Einkehre…

Vogelgezwitscher.
Ich lag auf etwas weichem. Hm…Decke?
Vorsichtig öffnete ich die Augen und blinzelte in den hellen Sonnenschein, der durch das geöffnete Fenster glimmerte. Ich versuchte mich aufzusetzen, aber es zog in meinen Gliedern, als hätte ich am Vortag alleine einen Regimentsstall ausgemistet. Außerdem wollte mein pochender Schädel wieder zurück aufs Kissen.
Ich legte mich auf die Seite und ließ meinen Blick durch das Zimmer wandern.

Es war einfach eingerichtet: Nur ein Tisch, je zwei Stühle und Betten, eine Waschschüssel und eine Truhe. Weiß gekalkte Wände und Dielenboden. Das helle Holz glänzte im Sonnenlicht fast golden. Über die Lehne des einen Stuhles hing eine abgetragene, leichte Reisetasche und im Eck lehnte ein – offenbar viel benutzter – Wanderstab.

Lange lag ich wach, sah an die Decke und grübelte.
Wer war ich? Ich erinnerte mich nicht einmal mehr an meinen Namen. Aber ich würde einen brauchen. Ich ging die verschiedensten, mir bekannten Frauennamen durch. Manche klangen seltsam „vertraut“. Jana zum Beispiel, oder Vylja (aber war das nicht ein Name für einen Mann?). Schließlich erschien mir ein Name unter allen anderen als am passendsten – ja, wirklich, „passend“ war der richtige Ausdruck. Es war als zöge ich maßgeschneiderte Kleidung an: Diana. Ich würde mich Diana nennen.

Plötzlich hörte ich Schritte vor der Tür. Rasch stellte ich mich wieder schlafend (in Wirklich habe ich das schon fast wieder getan – aber durch die Schritte waren meine Sinne wieder hellwach). „Das Haus ist entweder neu, oder gut geführt,“ schoss mir durch den Kopf, als mir auffiel, dass sich die Tür ohne knarren oder quietschen geöffnet haben muss. Der Verursacher der Schritte befand sich offenbar schon im Zimmer. Ich ahnte, wie er sich über mein Bett beugte. Eine tiefe Bassstimme brummte. „Brauchst nicht vorsichtig zu sein – ich sehe, dass du wach bist.“

Verschämt blinzelnd sah ich einem Mann um die vierzig in die gütigen Augen. Sein mächtiger, brauner Vollbart zog sich zu einem Lächeln. Ich machte Anstalten mich aufzusetzen, doch der fremde Kuttenträger schüttelte stumm den Kopf und drückte mich sanft zurück ins Kissen.

„Wer seid Ihr?“ versuchte ich zu fragen, aber meine Kehle verweigerte jeden Laut. Der Mann kuckte streng und gebot mit dem Finger auf den Lippen zu schweigen. „Schone deine Stimme Mädchen!“ meinte er mit strengem Blick, „Später kannst du mich wohl „Bruder Valentin“ nennen. Ich gehöre dem Orden des guten Vaters an und ich habe dich auf der Rückreise zu meinem Kloster gefunden. Ich habe dich vorerst hier ins Trainingslager gebracht, das auf meinem Weg lag. Keine Sorge, ich bleibe so lange bei dir, bis du gesund bist, bevor ich meine Fahrt fortsetze. Über weiteres unterhalten wir uns wenn du wieder kräftiger bist.“ Während er redete zog er die Decke wieder über meinen Schultern zurecht. Dies sollte wohl einer der längsten Sätze sein, die ich jemals von Bruder Valentin gehört habe. Sanft fühlte er meine Stirn, nickte und brummte zufrieden. Ich hörte gerade noch wie er das Tuch um meinen Kopf zu kühlen frisch auswand, dann nickte ich ein.

Die folgende Woche verlief sehr gleichförmig:
Wechsel der Stirntücher – zufriedenes Brummen von dem gutmütigen Mönch – später, als ich kräftiger wurde, leichte Mahlzeiten. Anfangs schlief ich noch viel oder hatte viel Zeit nachzudenken, wie ich wohl meinen Eid erfüllen konnte. Aber dazu musste ich mehr wissen – mehr fragen. In den letzten Tagen der Woche war ich endlich kräftig genug kleine Spaziergänge zu unternehmen. Und ich ergatterte mir eine Feder, Tinte und Pergament. Endlich konnte ich die Fragen stellen, die mich so beschäftigten. Und ich konnte erklären, dass ich keine Erinnerung mehr an meine Herkunft, noch an diese Welt hatte. So fand mich das Personal, das sich um die Mahlzeiten und um das saubere Zimmer kümmerten immer über meine Liste gebeugt. Ich schrieb Fragen über Fragen für Bruder Valentin. Seine Antworten halfen mir allerdings leider nur wenig weiter: „Hmm – brumm – Midgard – hmhm – fand dich am Wegesrand – hattest nur undefinierbare Lumpen an – wurden verbrannt…“ So ging es die ganze Liste hindurch. Erst bei der Frage „Welche überirdischen Mächte herrschen über dieses Land?“ wurde der Mönch etwas gesprächiger. „Hmhm, da werden dir viele Meinungen begegnen: Einige glauben an Götter, Riesen und so. Irrglauben, sage ich dir! Meiner Überzeugung nach gibt es nur einen Gott! Wir vom Orden sind Verteidiger dieser Wahrheit.“ Also musste wohl dieser Gott mein Flehen in der Sturmnacht erhört haben. Andere Götter hätten wohl kaum einen Mönch zur Rettung geschickt. Schnell kritzelte ich noch eine weiter Frage auf das Pergament: „Wie kann ich dem Orden beitreten?“

Der Kuttenträger schmunzelte „Komm nur erst einmal wieder zu Kräften!“

Aber er gab mir Bücher, die ich studieren sollte. Eines davon faszinierte mich besonders: Es erzählte Geschichten von Menschen, die so besonders gute Dinge getan haben, dass man sie als „heilig“ bezeichnete. War es hochmütig, wenn ich es ihnen gleich tun wollte? Die Bezeichnung „heilig“ war und ist mir für mich gleichgültig. Aber so helfen zu können wie diese Menschen… So viel Gutes tun…
Ich erzählte Bruder Valentin von meinem Vorhaben – der nur brummend nickte. Später, als ich meine Stimme wieder gebrauchen konnte schwärmte ich von diesen Menschen jedem im Trainingslager, der es hören wollte (oder auch nicht) vor. Auch, dass ich es ihnen nachtun wollte. Jedenfalls hatte ich damit bald meinen Spitznamen im Trainingslager weg: St. Diana. Als ich ihn zum ersten Mal hörte bin ich erschrocken, weil es für mich wie eine hochmütige Lüge klang. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und nahm den Namen als Zeichen der Verpflichtung an, dass ich mein Gelübde erfülle.

Vorbereitung auf Midgard…

So sehr gehörte der Name „St. Diana schon zu mir, dass er im Registraturbuch des Trainingslagers notiert wurde.

Ja, ich wollte das Trainingslager absolvieren und danach meinem Retter nach Prontera folgen um in den Orden einzutreten. Bruder Valentin war, da nun meine Stimme – und auch einigermaßen meine Kräfte – wiederhergestellt waren, zum Hauptsitz vom Orden des guten Vaters aufgebrochen. Und ich meldete mich nun im Trainingslager an. Dies wurde eingerichtet, um junge Leute auszubilden, die Midgard gegen Monster verteidigen sollten. Ich hatte für mich die Aufgabe gewählt die Krieger in ihrer Aufgabe zu unterstützen.

Viel Theorie gab es zu lernen, aber auch erste kleine Kämpfe wurden ausgetragen – allerdings noch gegen (fast) ganz normales Getier. Durch einen Zauber waren die sonst so friedlichen Fabres aggressiv geworden. Ich jagte fleissig – und für viele sah es so aus, als nähme ich das trainieren sehr ernst. Doch ich war auf Beute aus. „Ich werde die Zeny brauchen“, dachte ich immerzu verbissen. Sogar bei diesem verfluchten Getier scheute ich mich zu töten. Ich sah zu, dass ich meinen Rucksack so voll wie möglich bekam, dass ich für das erste finanziell abgesichert sein würde. Schließlich konnte ich kaum noch laufen, so schwer war der Rucksack geworden. Zeit, zu gehen. Also ging ich zum Vorsteher des Trainingslagers um den Persönlichkeitstest zu absolvieren. Es war wie erwartet nur Formsache: NATÜRLICH war das Ergebnis … Acolyte.

Der Prüfer war so nett und öffnete mir eine Portal direkt nach Prontera, zum Hauptgebäude vom Orden des guten Vaters.

Prontera, die großartige Hauptstadt…

Was für eine riesige Stadt! Und was für eine beeindruckende Kirche! Leider wollten sie mir im Orden die Aufnahmeprüfung noch nicht abnehmen. Ich solle noch mehr Erfahrung sammeln.




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